Chronik des Kreisimkervereins Lüneburg e.V. von 1875

(Quelle bis 2000: veröffentlichtes Material zum 125jährigen Bestehen des Kreisimkervereins „125 Jahre, 1875 – 2000, Imkerverein Lüneburg“; erstellt durch Jürgen Hempel – nur ein Auszug, keine Übernahme des Wortlautes)

10.November 1875
Gründung des Imkervereins Lüneburg mit 36 Mitgliedern. Geimkert wird in Strohstülpern.In dieser Zeit bestand der Vorstand aus dem Präsidenten (damals: Bäcker Feldmann aus Lüneburg) und seinem Sekretär (Lehrer Lühmann aus Bardowick).

1880
58 Mitglieder, 2000 Bienenvölkern
Der Vorstand wird durch einen Schriftführer und einem Kassierer erweitert.

04./05.10.1881
15. Wanderversammlung des Bienenwirtschaftlichen Centralvereins der Provinz Hannover findet in Lüneburg statt:
Lüneburger Imker holen 2 silberne, 3 bronzene Medaillen, 300 Mark in bar und Anerkennungen und Ehrendiplome

1887
86 Mitglieder, 3000 Bienenvölker
Einzelne Imker versuchen in Bogenstülpern zu imkern.

1901-
120 Mitglieder
25-jähriges Bestehen wird mit einer Ausstellung gefeiert.

1903
Die Honigpreise werden festgesetzt (Angaben je Pfund):

  • Scheibenhonig  1,00 – 1,25 Mark
  • Leckhonig                    80 Pfennig
  • Seimhonig                    60 Pfennig

Aufkäufer bieten für Honig in Körben 60 – 62 Mark je Zentner
Es wird festgelegt, dass der Einfütterungszucker gemeinschaftlich in Uelzen einzukaufen ist.

1904-
Der Verein wird in 12 Imkerkreise aufgeteilt, für die ein gewählter Ordner zuständig ist.

1906-
152 Mitglieder, 5539 Bienenvölker
Aufgrund der Aufforstung größerer Heideflächen und der zunehmenden Kultivierung des Ödlands sollen Bauern verstärkt Buchweizen und Weißklee anbauen.

1912-
Die Honigpreise werden festgesetzt (Angaben je Pfund):

  • Scheibenhonig  1,50 – 2,00 Mark
  • Leckhonig                    1,20 Mark
  • Seimhonig                    80 Pfennig

Es wird beschlossen, künftig auch Sonntags Honig zu verkaufen.

1912-
Es wird eine Abgabe von 1-5 Pfennig im Jahr pro Volk zur Verbesserung der Bienenweide eingeführt.

1926-
Das Einheitsglas des „Deutschen Imkerbundes“ (DIB) wird eingeführt.

1936-
Es findet eine Großimkerschulung in Lüneburg statt.
Die Mobilbeute als Blätterbeute oder Magazin ersetzt zunehmend des Strohkorb.

1937-
Der Honigpreis wird staatlich geregelt. Es darf nur dann der Honigpreis erhöht werden, wenn die Qualität zugenommen hat.

1940-
Die Betreuung der Bienenvölker der zum Heerdienst eingezogenen Imker wird staatlich geregelt.
Das Landesinstitut für Bienenwirtschaft in Celle bietet jungen Menschen Ausbildungsstellen zum Imker an.

1941-
Alle Imker haben eine Honigabgabe von 4 Pfund je Standvolk an die staatlichen Stellen zu leisten. Der Honig wird an Verwundete, Kranke und Kinder verteilt.

1942-
Mittelwandwachs gibt es in der Lüneburger Wachsbleich nur im Tausch von Altwachs

19.07.1942-
Mittelwandwachs wird gegen Bezugscheine abgegeben.
Die Futterzuckerzuteilung ist staatlich auf 13 Pfund je Standvolk festgelegt. Die Restgabe von 2,5 Pfund erfolgte im Frühjahr. Vorraussetzung war die Abgabe des Honigpflichtabgabe.

1943-
Erhöhung der Honigpflichtabgabe von 4 auf 6 Pfund je Standvolk.

1943-
Erhöhung der Honigpflichtabgabe von 6 auf 12 Pfund je Standvolk.

1944-
insgesamt 140 Zentner Honigpflichtabgabe
Bei den Reichsjugendwettkämpfen der Jungimker in Posen wurde Frl. Barenschee aus Lüneburg 2. Sieger mit 107 Punkten von möglichen 110 Punkten.

1948-
Die Nord-Westdeutsche Imkerzeitung wird ab dem 01. August erscheinen.
Das Jahresabonnement beträgt 4,00 DM.

1949-
Durch Kleingärtner und Bauern wird bienengefährliches Spritzmittel verwendet. Dadurch kommt es zum Bienensterben.

1950-
Um weiteres Bienensterben durch Spritzschäden zu vermeiden, werden Anweisungen an Kleingartenvereine und Bauern herausgegeben.

1951-
254 Mitglieder, 1200 Bienenkörbe, 2600 Kastenvölker

1955-
Alle Bienenvölker werden in den jährlichen Viehzählungen registriert.

1975-
100jähriges Bestehen des Imkervereins. Eine Feier fand im Clubhaus des Kleingartenvereins Moldenweg statt.

1980-
Die Varroa-Milbe führt bei Lüneburger Imkern zu Völkerverlusten.

1984-
große Baumpflanzaktion durch die Mitglieder:

  • 18 Kastanien, 12 Spitzahornbäume und 30 Ahornbäume in Melbeck
  • 30 Lindenbäume in Häcklingen
  • (weitere Pflanzaktionen finden 1989, 1990, 1991, 1993, 1994 statt)

1995-
141 Mitglieder, 1577 Bienenvölker

23.09.2004-
Der „Kreisimkerverein Lüneburg e.V. von 1875“ wird im Vereinsregister des Amtsregisters Lüneburg eingetragen.

2008-
Einführung des Anfängerlehrgangs zur Ausbildung von Jungimkern

2011-
Der Kreisimkerverein Lüneburg e.V. von 1875 stellt sich unter www.imkerverein-lg.de im Internet vor.